Hochsensibel HSP HB Beziehung Gefuehle Abgrenzung

Hochsensible Menschen sind sehr schwingungsfähig.

Ein schönes Wort, denn es beschreibt treffend, wie viele HSP und auch HB sich im Kontakt erleben:

Sie kommen mit anderen zusammen und die Ausstrahlung des anderen versetzt sie selbst in Schwingung. Der Raum, die Atmosphäre kommen hinzu. Auch der Hinweg schwingt noch nach und wenn erst das Gespräch mit inhaltlichem Austausch beginnt, dann sind so viele und intensive Wellen von Gedanken, Empfindungen, Gefühlen da, dass alles (manchmal wild) durcheinander geht. Nur noch schwer ist zu erkennen, was davon aus dem eigenen Inneren aufgestiegen, von außen „hinein geschwungen“ oder als gute Inspirationen aus einer höheren Ebene hinein geflossen ist!

Deshalb wünschen sich viele hochsensible und hochbegabte Menschen, ihre Empathiefähigkeit bewusster einsetzen zu können!

Eine solche Mischung kann zwar wunderbar belebend sein und viel „Material“ für Reflektion oder Kunst enthalten, aber manche Begegnungen erfordern einfach mehr Steuerung, mehr Überblick. Wir wollen auch handlungsfähig bleiben.

Wenn Sie an sich arbeiten möchten, um in puncto Gefühlen und Beziehungsgestaltung „klarer zu sehen“, gibt es effektive Möglichkeiten.

Hier drei Tipps zur Annäherung in Eigenregie:

Praxistipp 1:

Sorgen Sie dafür, ein für Sie persönlich stimmiges Konzept zwischenmenschlicher Vorgänge zu entwickeln! Nutzen Sie dazu (psychologische, energetische, spirituelle …) Literatur, vielleicht auch Gespräche mit anderen. Wenn Sie eine Vorstellung haben, was zwischen Ihnen und anderen vor sich geht, sehen Sie klarer, wo Ihre Einflussmöglichkeiten liegen!

Wichtig dabei: Finden Sie ein Konzept, das zu Ihrer spontanen Art zu fühlen und zu erleben passt (nicht umgekehrt!)!

Praxistipp 2:

Nehmen Sie sich immer wieder ausreichend freie Zeit für sich! Und zwar mehr als das, was „ja wohl reichen muss“, wenn man einen pragmatischeren Teil Ihrer selbst fragen würde 😉 !

Reinigen Sie sich von Einflüssen des Tages / der Woche und erleben Sie sich selbst nicht nur frei von Stress, sondern auch frei von Eindrücken, die von anderen ausgehen.

So lernen Sie sich in einer Form kennen und spüren, die mehr „pur“ ist als „vermischt“. Erst dadurch wird echter Kontakt zu sich selbst möglich. Sie finden eine Baseline, an der Sie sich orientieren können: „Aha, so fühle ich mich also an, wenn vor allem meine Energien da sind!“

Dabei üben Sie auch, emotional sehr bedeutsam, mit sich selbst so im Kontakt zu sein, dass Sie sich wohlfühlen. Es gibt viele Hochsensible, die wunderbar allein sein können und von sich sagen: „DAS ist nicht mein Problem – im Kontakt bekomme ich Stress!“

Wenn sie dann genauer hinschauen, wird oft erkennbar, dass im Kontakt große Wünsche an den anderen bestehen, z. B. ihm gefallen zu wollen, Bestätigung für das eigene Sein zu finden oder eine intensive Nähe herzustellen, die sich ein Teil tief im Inneren ersehnt. Das kann man natürlich nicht durch bloßen Rückzug von anderen verändern. Eine Entwicklung bräuchte hier Kontakt und Begegnung.

Wenn wir aber die Zeit des Alleinseins als bewussten Kontakt mit uns selbst gestalten, dabei auch lernen, was wir uns selbst geben können, ohne dass es einen anderen dazu braucht, dann kann sehr wohl eine neue Basis für den selbst-bewussten Kontakt mit anderen enstehen!

Das zu tun, ist äußerst wertvoll.

Praxistipp 3:

Um die Wirkung des Eigenbezugs zu stärken, üben Sie eine Form der Energiearbeit, die zu Ihnen passt! Yoga, Qi Gong, Heilströmen,…. finden Sie etwas, das Ihnen gefällt und Ihnen die Möglichkeit gibt, sich im Körper zu zentrieren und die Energie in Fluss zu bringen!

Automatisch spüren Sie sich deutlicher und – noch wichtiger – bekommen ein Gefühl für die persönliche Balance. Dies wird dann der neue Maßstab für inneres Gleichgewicht.

Mit Ihrem inneren Maß erkennen Sie Abweichungen viel leichter und können entsprechend gegensteuern, wenn Sie aus dem Gleichgewicht kommen.

Sich selbst zu kennen und zu spüren, ist durch nichts zu ersetzen!

Wenn Sie sich möglichst oft gut und in sich, in Ihrem Körper zu Hause fühlen, können Sie auch nach Störungen leichter und schneller dahin zurückfinden.

Wie Aikido-Meister sagen würden:

„Ich verliere genau so oft meine Mitte, wie jeder andere. Ich finde nur schneller zu ihr zurück.“

In diesem Sinne viele positive Erfahrungen!

Ganz herzlich

Mantradevi

 

 

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